SPD Fraktion Preußisch Oldendorf besucht Bad Neuenahr

Vier schöne Tage verbrachten SPD Fraktionsmitglieder nebst Anhang in Bad Neuenahr/Ahrweiler, mitten im kleinsten zusammenhängenden Rotweinanbaugebiet Europas. Das wunderschöne Ahrtal bot der Reisegruppe viele Möglichkeiten für interessante Ausflüge und Weinverkostungen.

So führten Stadtbesichtigungen die Gruppe in beide Stadtteile Bad Neuenahr und Ahrweiler. Bad Neuenahr kann mit einer gelungenen Architektur zwischen alte und neue integrierter Baukunst aufzuwarten. So stehen z.B. das Thermal-Badehaus, das Kurhaus, die Spielbank und auch das Hotel Steigenberger für das alte Bad Neuenahr. Im Stadtkern von Bad Neuenahr kann der Besucher sehen, wie es planerisch gelungen ist alte und moderne Baukunst zu einem sehenswerten Zentrum zu integrieren.

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Der Hauptanziehungspunkt von Ahrweiler ist die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtbefestigung. Die Stadtmauer zieht sich kreisförmig um die Stadt und besitzt vier Stadttore. Idyllisch wirkten auf die Besuchergruppe die vielen Fachwerkhäuser innerhalb der Stadtmauern. Hier stachen die beiden Einkaufsstraßen heraus. Jedem der vielen aufwendig restaurierten Geschäftshäuser konnte man die Geschichte vieler Jahrzehnte bzw. Jahrhunderten ansehen.

Das Ahrweiler aber nicht nur Bezüge zum Mittelalter bietet, konnte die Reisegruppe aus Preußisch Oldendorf bei einem Besuch der sogenannten Römervilla feststellen. Denn auch die Römer hinterließen ihre Spuren an der Ahr. Im März 1980 wurde beim Ausbau der B 267, am Fuße des Silberbergs, ein sensationeller Fund gemacht. Bei Ausschachtungsarbeiten kamen die Reste des Herrenhauses eines römischen Gutshofes des 2. bis 3. Jahrhunderts zutage. Zehn Jahre dauerten die Ausgrabungen durch die Koblenzer Landesarchäologen. Beeindruckt zeigte sich die Gruppe über das Ausmaß und den sehr guten Zustand des freigelegten Gebäudes.

Ein weiteres Ausflugsziel war die „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“. Der alte Regierungsbunker sollte mit seinem 17 Kilometer langen Tunnelsystem in Marienthal/Ahrweiler während des Kalten Krieges im Falle eines Atomschlages rund 3000 ausgewählten Regierungsvertretern als Ausweichsitz dienen. Nach seinem fünfjährigen Rückbau wurden die erhaltenen Reste des einst geheimen Bauwerkes am 1. März 2008 auf nur 200 Metern der Öffentlichkeit als „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“ zugänglich gemacht. Am Ostportal des Silberbergtunnels wurde ein Freilichtmuseum mit Gedenkstätte eingerichtet. Diese soll an die „Stadt im Berg“ erinnern, in der die Einwohner der Stadt während der Bombennächte des Zweiten Weltkrieges Zuflucht fanden.

Neben den Ausflügen wurde auch die kulinarische Seite des Ahrtals näher besichtigt. Bei einem Besuch des Weingutes Peter Lingen in Bad Neuenahr mit Weinkellerbesichtigung und anschließender Weinprobe konnten sich die Teilnehmer von der guten Qualität des Ahr-Weins überzeugen. Dieser Eindruck wurde durch den Winzerhof Körtgen in Ahrweiler bestätigt. Hier fand sich die Gruppe an zwei Abenden zum Essen ein. Neben dem guten Wein, wurde so mancher Zwiebel- oder Flammkuchen verzehrt.

Bei der Abreise am Sonntag, war die Gruppe sich einig, dass dies nicht der letzte Besuch im Ahrtal gewesen sein soll.