01.04.2020   Liebe Hedemerinnen und Hedemer,

Sehr geehrte Mitglieder der Vereinsgemeinschaft Hedem,

herzlichen Dank für eure Stellungnahme zum Breitbandausbau im Ortsteil Hedem.

Es ist für mich unbegreiflich, dass es von Seiten einiger Kommunalpolitiker die Aussage gibt, der Breitbandausbau sei keine Kommunale Aufgabe.

Der Breitbandausbau ist meines Erachtens die Aufgabe einer Kommune, die diesen aktiv zu steuern und zu begleiten hat.

Ich selbst kenne die Internetproblematik in Hedem seit jeher, diese ist in den letzten Jahren nicht verbessert worden

Viele HedemerInnen haben mit der Firma EifelNet Hoffnung auf Besserung gehabt, welche aber sehr schnell wieder verflogen ist.

Versprochene Übertragungsraten wurden nicht eingehalten, zwielichtige Verträge wurden abgeschlossen und kein anderer Anbieter außer LTE wurde ins Dorf gelassen.

Dem Ortsteil Hedem ist es gelungen, dass sich junge Familien in Hedem niederlassen, die in der heutigen Zeit vieles Digital erledigen, von Bankgeschäften bis hin zu beruflichen Fortbildungen. Gerade deswegen sollte es ein Ansporn seitens der Kommune sein, den Breitbandausbau aktiv zu begleiten und voranzubringen.

Nicht nur die Privathaushalte benötigen einen schnelleren Internetzugang, sondern vor allem die ansässigen Firmen, um in der heutigen Zeit Wettbewerbsfähig zu bleiben. Es müssen Angebote eingeholt, Aufträge erteilt, Kassensysteme aktualisiert werden und vieles mehr.

Besonders in dieser schweren Zeit, in der viele Arbeitnehmer im Home-Office arbeiten ist ein schnelles Internet unerlässlich. Aber nicht nur in dieser Zeit, die Anzahl der Arbeitnehmer im Home-Office wird in den nächsten Jahren ansteigen, darauf muss auch das Internet in einer Kommune vorbereitet werden.

Die Kommune hat die Pflicht der Daseinsvorsorge, darunter zählt für mich auch eine gute und ausreichende digitale Infrastruktur.

Wollen wir Firmen in unseren örtlichen Strukturen halten, ist es unerlässlich ihnen die passende Infrastruktur zu bieten.

Nicht zu vergessen, dass die Firmen Gewerbesteuer zahlen und die BürgerInnen die Grundsteuer, hier sollte eine Gegenleistung erfolgen.

Die BürgerInnen in Preußisch Oldendorf fühlen sich zurecht von der Verwaltungsspitze hinters Licht geführt, zur Kasse werden sie gebeten, aber eine Gegenleistung in Form des Breitbandausbaus gibt es nicht.

Unsere jetzige Verwaltungsspitze hatte in den letzten sechs Jahren die Möglichkeit den Breitbandausbau voranzutreiben, diese Chance wurde nicht genutzt und immer nur darauf verwiesen, dass der Ausbau nicht in seinem Aufgabenbereich liegt.

Ich werde mich mit aller Kraft für mein Heimatdorf Hedem einsetzen, damit der Breitbandausbau in unseren örtlichen Strukturen vorangeht und fertiggestellt wird.

Lasst es und gemeinsam anpacken!

Mit freundlichem Gruß

Marvin Schrodke

Bürgermeisterkandidat für die Stadt Preußisch Oldendorf

Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadt Preußisch Oldendorf