Fachgespräch in der KiTa mit Ernst-Wilhelm Rahe

Das alte Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW, muss weg! Dieser Aussage von Ernst Wilhelm Rahe, Landtagsabgeordneter der SPD im Altkreis Lübbecke, stimmten alle Teilnehmenden des Fachgesprächs in der Kindertagesstätte der AWO im Eggetal zu. Vertreterinnen des Elternbeirates, die Leiterin Rabea Kleffmann, die AWO-Fachberaterin Rike Vorher und der AWO-Ortsvereinsvorsitzende Wilhelm Zeh plädierten vor allem für eine bessere personelle Ausstattung der Kindertagesstätten. Ernst-Wilhelm Rahe erläuterte, dass das Land NRW schon Verbesserungen zum alten KiBiz vorgenommen habe. „Die jährliche Anpassung der Kindpauschalen wurde von 1,5 auf 3% verdoppelt.,“ so Rahe. Auch die 431 Mio. Euro, die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes frei wurden, fließen vollständig in die frühkindliche Bildung. Rahe: „Seit dem Jahr 2010 haben sich die Ausgaben für frühkindliche Bildung von NRW von 1,3 Mrd. auf 2,5 Mrd. Euro jährlich erhöht. Insgesamt wird jeder 3. Euro in NRW für Bildung ausgegeben.“

Rike Vorher machte darauf aufmerksam, das die sieben Einrichtungen der AWO im Altkreis Minden-Lübbecke dringend eine bessere finanzielle Ausstattung benötigen. Die KiTa in Börninghausen müsse bei der derzeitigen finanziellen Situation mit der personellen Mindestausstattung klarkommen. Rahe: „Nach der Sommerpause starten wir mit dem Gesetzgebungsverfahren. In einem ersten Schritt soll eine Qualitiätssteigerung durch mehr Personal erreicht werden, indem die Auskömmlichkeit für die Träger verbessert wird.“ Ein Jahr später sollen die Eltern entlastet und eine beitragsfreie KiTa für 30 Stunden wöchentlich erreicht werden. Wieder ein Jahr später sollen die Träger entlastet werden, um vernünftige Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen.

Büscherheide gehört zwar zu Niedersachsen, ist jedoch traditionell zum Eggetal hin orientiert. Bisher konnten zwar alle Büscherheider Kinder in der KiTa in Börninghausen aufgenommen werden, die Vertreterinnen des Elternbeirates wünschten sich jedoch eine verbindliche Lösung. Bereits im letzten Jahr kümmerte sich Rahe um dieses Problem und konnte eine Klärung herbeiführen. Da das Kreisjugendamt vorrangig den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung für Kinder aus NRW sichern muss, können Kinder aus Niedersachsen derzeit allerdings nur bei freien Plätzen und unter der Zustimmung durch das Jugendamt aufgenommen werden. Hier hält Ernst-Wilhelm vorerst lediglich eine Klärung im Einzelfall für möglich. „Am besten starten die Büscherheider eine Initiative zum Beitritt zu NRW,“ empfahl Rahe mit einem Augenzwinkern.