Für ein Stadtgespräch in lockerer Runde machte der heimische Bundestagsabgeordnete Achim Post auf Einladung der SPD in Preußisch Oldendorf Station in Bad Holzhausen. Hauptthema war der Tourismus in Preußisch Oldendorf.

Bürgermeister Marko Steiner, Christian Streich als Leiter der städtischen Touristik, Wolfgang Stork von Touristkverein und Landhotel Annelie, Jens Holsing von Holsing Vital und Jürgen Stork von der Pension Stork erläuterten bei einem Rundgang durch den Kurpark bisherige Aktivitäten und weitere Planungen für den Tourismus.

Mit 140- bis 150-tausend Gästeübernachtungen belegt die Stadt Preußisch Oldendorf im Kreisranking den zweiten Platz hinter Bad Oeynhausen. „Die Gäste geben pro Tag etwa 100 Euro aus. Inklusive der Tagestouristen ergibt das in der Summe 20 Millionen Euro Umsatz pro Jahr für Preußisch Oldendorf“, erläuterte Christian Streich. Bad Holzhausen ist seit 10 Jahren Heilbad. In dieser Zeit habe der klassische Kuraufenthalt erheblich abgenommen. Die Zukunft liege im Bereich der Selbstzahler etwa bei Anwendungen gegen Burnout, Stress, psychosomatischen Erkrankungen und Tinnitus, so Christian Streich.

Seit dem Jahr 2008 gibt es den Garten der Generationen mit 9 Außengeräten für Fitness. In dieser Komplexität gab es das Angebot für Jung und Alt bundesweit erstmals in Bad Holzhausen. Die Gesamtkosten von 34.000 Euro wurden überwiegend über Sponsoringeinnahmen in Höhe von 29.000 Euro finanziert. Das Wassertretbecken, das in einer 48-Stundenaktion von der Landjugend errichtet wurde, konnte 2009 in Betrieb genommen werden. Mittlerweile nutzen am Wochenende 150 bis 200 Personen die Anlage.

Der Schwerpunktspielplatz „Maritim“, die Vital Wanderwelt mit den vier Wanderwegen für Entspannung, Reflexion, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit und der neue vom Touristikverein geschaffene Barfuß- und Sinneslehrpfad, den Wolfgang Stork vorstellte, runden das Angebot im Kurpark ab. „Wir beteiligen uns im Rahmen des EU-Projekts Gesundheit 4.0 sowie beim Projekt Zukunftsfit Wandern, wobei wir im ersten Schritt alle Wanderwege überprüfen“, ergänzte Bürgermeister Marko Steiner.

Der Abgeordnete Post bot an, sich nach der Bundestagswahl erneut mit Verantwortlichen aus Preußisch Oldendorf zu treffen. Achim Post: „Wir bleiben weiter im Gespräch, um gemeinsam die Interessen Preußisch Oldendorfs voranzubringen.“

Bei Bratwurst und Getränken wurde der Gedankenaustausch fortgesetzt. Bei der Ausstattung der Schulen ist für den Bundestagsabgeordneten Achim Post klar: Ohne Wegfall des Kooperationsverbotes werde sich die Situation nicht nachhaltig verbessern. „Wir brauchen eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Schulfinanzierung. Allein für die Schulgebäude sind 30 Milliarden Euro notwendig“, so Post.

Nicht nachvollziehbar waren für viele die unterschiedlichen Mehrwertsteuersteuersätze in der Gastronomie. Achim Post wird sich dazu um eine gesonderte Veranstaltung mit dem Mitglied des Finanzausschusses Bernhard Daldrup kümmern. Beim Dauerthema B 65 sieht der Abgeordnete für Preußisch Oldendorf zurzeit nur die Chance, die Umgehung voran zu treiben. Achim Post abschließend: „Aus diesem Gespräch nehme ich eine Reihe von Informationen und Anregungen mit. Ich freue mich darauf, den Austausch nach der Bundestagswahl fortzusetzen.“

Jens Holsing, (v.l.), Marvin Schrodke, Iris Pfeiff, Ursula Diekmann, Achim Post, Heinrich Diekmann, Jürgen Stork, Marlotte Oestreich, Carsten Scholz, Wolfgang Stork, Christian Streich, Marko Steiner, Volker Oestreich, Georg Hegner